Kalenderblatt

1920: Reichstag wählt Paul Löbe zum ersten Präsidenten 

Der Reichstag wählt den SPD-Politiker Paul Löbe zum ersten Präsidenten des Reichstages der Weimarer Republik.

1953: Deutscher Bundestag führt Zweitstimme ein

Das neue Wahlgesetz regelt, dass künftig mit der Erststimme ein Kandidat aus dem Wahlkreis direkt gewählt wird. Mit der Zweitstimme votieren die Wähler für eine der angetretenen Parteien. Zudem gilt nun die Fünf-Prozent-Sperr-klausel bundesweit.

1997: Deutscher Bundestag billigt Transplantationsgesetz

Die Abgeordneten stimmen für ein Transplantationsgesetz, das unter anderem vorsieht, Organentnahmen bei hirntoten Menschen künftig auch ohne deren vorherige Einwilligung möglich zu machen. Es reicht die Zustimmung eines Angehörigen, sofern diese nicht dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen zuwiderläuft.

1999: Deutscher Bundestag beschließt Holocaust-Mahnmal in Berlin

Der Bundestag beschließt, den Stelenfeld-Entwurf des amerikanischen Architekten Peter Eisenman als Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin zu realisieren. 

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1976: Deutscher Bundestag verabschiedet Anti-Terror-Gesetz

Mit dem Gesetz wird unter anderem die Bildung terroristischer Vereinigungen als neuer Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen.

1995: Reichstagsgebäude verhüllt

Die letzte Stoffbahn der rund 100.000 Quadratmeter großen Hülle wird an dem Gebäude befestigt. In den kommenden Wochen kommen rund fünf Millionen Besucher, um das Werk des Künstlerpaars Christo und Jeanne-Claude zu sehen. 

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1919: Weimarer Nationalversammlung billigt Versailler Vertrag

Das Deutsche Reich erkennt seine Kriegsschuld an und wird zu erheblichen Reparationszahlungen verpflichtet. Darüber hinaus wird die Armee drastisch reduziert und eine Aufrüstung verboten.  


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1978: Sommerzeit eingeführt

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages stimmen für ein neues Zeitgesetz, mit dem unter anderem die Sommerzeit eingeführt wird. Im März wird die Uhr eine Stunde vor- und im Oktober wieder zurückgestellt.

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1990: Deutscher Bundestag und Volkskammer der DDR beschließen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

Die beiden Parlamente ratifizieren am selben Tag den deutsch-deutschen Staatsvertrag und stimmen so der Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zu. Darüber hinaus wird eine gleichlautende Resolution zur endgültigen Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze beschlossen. 

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1991: Berlin wird zum Parlaments- und Regierungssitz

Nach einer ganztägigen Debatte, an der sich über 100 Redner beteiligen, spricht sich der Bundestag mit 338 gegen 320 Stimmen für Berlin als künftigen Sitz von Parlament und Regierung aus. 


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1988: Michael Jackson vor dem Reichstagsgebäude

Der US-Popstar gibt auf dem Platz der Republik vor rund 40.000 Besuchern ein Konzert. Im Ostteil der Stadt kommt es zu Rangeleien zwischen der Volkspolizei und Jugendlichen, die sich in der Nähe der Mauer versammelt hatten, um akustisch an dem Konzert teilzuhaben. 


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1970: Deutscher Bundestag senkt Wahlalter auf 18 Jahre

Die Abgeordneten stimmen dafür, das aktive Wahlalter auf 18 Jahre zu senken. Zuvor konnten Wahlberechtigte mit 21 Jahren wählen. Das passive Wahlalter wird vom 25. auf das 21. Lebensjahr herabgesetzt.

1974: Deutscher Bundestag verbietet TV-Werbung für Tabak

Der Bundestag beschließt einstimmig eine umfassende Reform des Lebensmittelrechtes, das die Verbraucher vor Täuschungen und gesundheitlichen Schäden schützen soll. So darf unter anderem für Tabakwaren künftig keine Rundfunk- und TV-Werbung mehr gesendet werden.

 

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1948: Platz vor Reichstagsgebäude wird wieder „Platz der Republik“

Der ursprünglich „Königsplatz“ genannte Exerzierplatz war in der Weimarer Republik zum „Platz der Republik“ geworden. Seit 1933 hieß er wieder „Königsplatz“. Nun erhält er erneut seinen republikanischen Namen.

1990: Gemeinsames Gedenken an DDR-Volksaufstand

Abgeordnete des Deutschen Bundestages und der Volkskammer gedenken in Ost-Berlin erstmals gemeinsam des Aufstandes in der DDR vom 17. Juni 1953. Hauptredner ist Konsistorialpräsident Manfred Stolpe.

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1950: Deutscher Bundestag stimmt für Beitritt zum Europarat

Der Europarat wurde am 5. Mai 1949 gegründet und ist die erste Organisation europäischer Staaten. Er dient der Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts.

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