Kalenderblatt

1867: Erste Wahl zum Reichstag des Norddeutschen Bundes

Nachdem im Februar Wahlen zum konstituierenden Reichstag abgehalten worden waren, werden nun in den Mitgliedsstaaten des Norddeutschen Bundes gemäß den jeweiligen Wahlgesetzen 297 Abgeordnete in den ersten und einzigen ordentlichen Reichstag gewählt. Die Unterstützer Otto von Bismarcks behalten die Mehrheit. 

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1999: Erstmals „Einblicke und Ausblicke“ im umgebauten Reichstagsgebäude

Über 250.000 Besucherinnen und Besucher besichtigen bis zum 29. August das neu gestaltete Parlamentsgebäude. Der Tag der offenen Tür findet seitdem jedes Jahr (außer in Wahljahren) im Herbst statt.

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1990: 10. Volkskammer der DDR verbietet Vernichtung von Stasi-Akten

Die Volkskammer verabschiedet ein Gesetz, das die Vernichtung der etwa sechs Millionen Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit verbietet. Ziel ist die Sicherung von Beweisen für die rechtsstaatswidrigen Maßnahmen des Staatssicherheitsdienstes.

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1990: 10. Volkskammer der DDR beschließt Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland

Die Volkskammer beschließt in einer Sondersitzung mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland zum 3. Oktober gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik.
 
1990: Deutscher Bundestag billigt Gesetz für gesamtdeutsche Wahlen

Mit dem „Gesetz zu den Verträgen zur Vorbereitung und Durchführung der ersten gesamtdeutschen Wahl“ bestätigt der Bundestag den am 3. August geschlossenen Wahlvertrag.

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1990: 10. Volkskammer der DDR stimmt für erste gesamtdeutsche Wahl

Die DDR-Volkskammer spricht sich mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für den Wahlvertrag und damit für eine gesamtdeutsche Parlamentswahl aus. 

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1919: Reichspräsident wird erstmals auf Weimarer Reichsverfassung vereidigt

Friedrich Ebert wird vor der Weimarer Nationalversammlung auf die neue deutsche Reichsverfassung vereidigt.

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1961: Sondersitzung des Deutschen Bundestages als Protest gegen Mauerbau

In einer emotionalen Debatte, zu deren Beginn Bundeskanzler Konrad Adenauer ans Rednerpult tritt, um eine Regierungserklärung abzugeben, verurteilen die Redner in Bonn mit scharfen Worten die Abriegelung Ost-Berlins. Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt spricht davon, dass weiter auseinandergerissen werde, was zusammengehöre. 

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1949: Wahlen zum 1. Deutschen Bundestag

In Deutschland wird erstmals der Bundestag gewählt. Die Wahl ist – nach den Wahlen zu den Landtagen und den Kommunalwahlen in den Jahren seit 1946 – die erste freie Wahl auf deutschem Boden seit der Reichstagswahl vom 6. November 1932. 

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1948: Bonn wird Sitz des Parlamentarischen Rates

Die Ministerpräsidenten der Länder der westlichen Besatzungszone wählen Bonn zum Sitz des Parlamentarischen Rates, der unter anderem das Grundgesetz ausarbeiten soll. Er tritt erstmalig am 1. September zusammen.

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1919: Weimarer Reichsverfassung unterzeichnet

Reichspräsident Friedrich Ebert unterzeichnet die neue Verfassung des Deutschen Reiches, die sogenannte Weimarer Verfassung. Sie tritt am 14. August in Kraft und stellt die erste zur Anwendung gelangte demokratische Verfassung in Deutschland dar.

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