Mein Wahlkreis

Willkommen im Bundestagswahlkreis 154 - Leipzig-Land!

Die Heimat im Herzen der Metropolregion Mitteldeutschland

Zum Kennenlernen meines Wahlkreises lade ich Sie zu einem ganz persönlichen Streifzug ein. Zum Auftakt gibt es hier erst einmal  einige Zahlen, Fakten und Daten. Das biete ich Ihnen als statistisches Rüstzeug für die Touren durch den Landkreis Leipzig mit seinen schmucken Städten und Dörfern.

Seit nunmehr zehn Jahren ist mein Bundestagswahlkreis identisch mit dem Landkreis Leipzig.

Hier leben heute rund 260 000 Menschen in insgesamt 34 Kommunen, so in Mittel- und Kleinstädten, in ausgedehnten Dörfern und kleinen Siedlungen.

Der Landkreis Leipzig hat eine Fläche von 1 651 Quadratkilometern. Das sind neun Prozent der Landesfläche von Sachsen.

Grimma ist mit einer Ausdehnung auf 217,4 Quadratkilometern die viertgrößte Flächen-Stadt des Freistaates Sachsen. Mit knapp 29.000 Einwohnern ist diese Kommune zugleich die Einwohnerstärkste des Landkreises Leipzig. Die Stadt Markkleeberg steht mit rund 24.200 Einwohnern auf Platz 2 im Landkreis, gefolgt von der Kreisstadt Borna mit rund 20.400 Einwohnern.

Der von der Bevölkerungszahl kleinste Ort ist Elstertrebnitz im Südwesten des Wahlkreises mit rund 1.300 Einwohnern.

Der Landkreis umschließt im Nordwesten zur Hälfte die Messestadt Leipzig. Richtung Süden erstreckt er sich über das neugeschaffene Leipziger Neuseenland bis hin zum Kohrener und Altenburger Land.

Im Osten, Südosten und Nordosten des Landkreises leben die Menschen in einem alten sächsischen Kulturraum, entlang der Mulde: Dem Porphyrland.

Sein wahrhaft felsiger Untergrund war vor über 300 Millionen Jahren durch einen Supervulkanismus entstanden.  Die Hohburger Berge im Norden des Kreises sind heute stumme Zeugen dieser Entstehungsgeschichte.

Mein Wahlkreis ist Teil der mitteldeutschen Wirtschaftsregion Leipzig-Halle, die in den zurückliegenden drei Jahrzehnten einen unvergleichlichen Wandel erfahren hat.

In den früheren Flussauen der Weißen Elster und der Pleiße prägten über Jahrzehnte der Braunkohlebergbau, die Energiegewinnung sowie die chemische Industrie das gesamte Leben. Nach 1991 entwickelte sich hier die größte Landschaftsbaustelle Europas: Mehr als ein Dutzend neuer Seen entstanden und entstehen hier aus den ehemaligen Tagebaurestlöchern.

Das ist ein Ergebnis, das durch eines der umfangreichsten Förderprogramme für die neuen Bundesländer möglich geworden ist: das Braunkohlesanierungs-Programm des Bundes und der Länder. Im September 1992 hatte die Bundesregierung dafür die entscheidenden Weichen gestellt.  Gemeinden, die einst durch den Kohleabbau und durch den Dreck der Kohleverarbeitung totgesagt waren, erlebten eine unvergleichliche Wiedergeburt, so z.B. die Dörfer Mölbis und Dreiskau-Muckern. Für letzteren Ort gab es Im Herbst 1993 die heißersehnte Nachricht: Der Tagebau Espenhain wird gestoppt und endgültig stillgelegt. Das Dorf erlebte seitdem eine unvergleichliche Renaissance.

Die traditionellen Wirtschaftsbereiche Braunkohlebergbau, Chemie und Energie hatten in dem zurückliegenden Jahrzehnt einen bemerkenswerten Neuanfang. Der Abbau des wichtigen heimischen Energieträgers Braunkohle konnte erhalten bleiben. Er wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Gleiches trifft auf die Energie- und Chemieproduktion zu: in Lippendorf entstand von 1995 bis 2000 eines der modernsten Braunkohlekraftwerke der Welt. Die chemische Industrie hat am Standort Böhlen ein völlig neues Domizil erhalten. Die Welt hat in diesen Bereichen auf ihre Weise Einzug gehalten – beispielsweise durch das Engagement amerikanischer, britischer und schwedischer Investoren und Unternehmen. Der Aufbau modernster Betriebe in den traditionellen Branchen Kohle, Energie und Chemie hatte seinen Preis: die Zahl der Arbeitsplätze sank seit 1990 dramatisch.  Über lange Zeit lag die Arbeitslosigkeit im Wahlkreis im Durchschnitt zwischen 15 und 20 Prozent. Heute sind es zwischen sechs und sieben Prozent.

Ähnliche Prozesse der Neustrukturierung liefen in den letzten Jahren im Muldental ab: Hier prägte im 20.Jahrhundert vor allem der Maschinen- und Anlagenbau das Wirtschaftsgeschehen. Die Land-wirtschaft, der Abbau von Kies und Gesteinen, die Nahrungsmittel- sowie Baustoffproduktion und ein vielfältiges Handwerk boten gleichfalls zahlreiche Arbeitsplätze. Das Ende der DDR-Planwirtschaft und die gravierenden Veränderungen in der Sowjetunion und den anderen Ländern des Ostblocks führten nach 1990 zum Einbruch beim Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere im früheren Chemie-anlagenbau-Kombinat in Grimma. Auf seinem Gelände entstand im Lauf der Jahre ein Gewerbezentrum, das über tausend Menschen Arbeit bietet. Sport- und Freizeiteinrichtungen komplettieren dieses Zentrum, das weit über die Grenzen des Wahlkreises bekannt ist und Besucher anlockt.

Heute ist das Muldental vor allem eine Region der Gesundheit. Binnen weniger Jahre entstanden hier  insgesamt fünf allgemeine und zum Teil hoch spezialisierte Rehabilitationskliniken, so auch in Bad Lausick. In diesem traditionsreichen Kurort wurde in den neunziger Jahren das erste Freizeit-Bad der neuen Generation in Sachsen gebaut. Dort sprudelt auch eine neue Quelle mit Heilwasser aus 1300 Metern Tiefe.

Mit der Sektmarke „Rotkäppchen“ vergleichbar sind die Dauerbackwaren aus Wurzen. Sie haben sich erfolgreich am gesamtdeutschen Verbrauchermarkt platzieren können. Ein traditioneller Wirtschaftszweig ist hier an der Mulde nach umfassender Modernisierung zukunftsfähig gemacht worden. Das Wurzener Land ist heute geprägt von vielen mittelständischen Unternehmen, die nicht nur regional agieren, sondern auch weit über Sachsen hinaus und in aller Welt ihre Wirtschaftsbeziehungen pflegen.

Für neue wirtschaftliche Ansiedelungen ist der Landkreis Leipzig gut gerüstet. Motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte sind ebenso wie eine mittlerweile hervorragend entwickelte Infrastruktur Marketing-Trümpfe der Region.  Die zahlreichen vorhandenen Gewerbegebiete bieten viel Platz für wirtschaftliche Neuansiedelungen.

Nun sind Sie mit einem soliden Basiswissen ausgestattet, um mich hier auf meiner Internetseite in verschiedenen Etappen und Kapiteln durch den Wahlkreis zu begleiten. Oder Sie gehen selbst auf Tour in dem bunten und abwechslungsreichen Vorgarten der Großstadt Leipzig. Das können Sie beispielsweise mit der Mitteldeutschen S-Bahn tun, mit dem Rad oder bequem mit Bus oder Auto. Sie haben die Wahl!

Natürlich bin ich neugierig, wie Sie diesen Teil unserer sächsischen Heimat erleben, was Sie als hier lebende Bürgerinnen und Bürger oder als Gast besonders schätzen oder vielleicht auch kritisieren wollen.

Schreiben Sie mir am besten per Mail: katharina.landgraf@bundestag.de