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08.11.2018, 16:49 Uhr
 
Bundesförderung für Wilhelm-Wundt-Haus in Großbothen
Der Bund fördert die Rettung und den Wiederaufbau des Wilhelm-Wundt-Hauses in Großbothen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages fasste dazu heute den entsprechenden Beschluss. „Das ist eine gute, freudige Nachricht für Großbothen und für den Landkreis Leipzig wie auch für die deutsche und internationale Wissenschaft“, kommentiert die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU) die Entscheidung. Die Mittel werden aus dem 2018er Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung bereitgestellt.

MdB Katharina Landgraf erklärt weiter:

„Als Abgeordnete des Bundestagswahlkreises Leipzig Land und als Patin unterstütze ich dieses Denkmalschutz-Projekt. Es ist dem Leben und Schaffen von Professor Wilhelm Maximilian Wundt gewidmet. Der aus Baden stammende Arzt, Philosoph und der weltweit geachtete Begründer der Akademischen Psychologie hatte viele Jahre an der Leipziger Universität geforscht und gelehrt. Lange Zeit war auch sein Wohnhaus in Großbothen bei Grimma ein besonderes Zentrum für sein Schaffen. Dort starb der Freund und Wegbegleiter des ebenfalls in diesem Ort lebenden Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald am 31. August 1920.

Mit dem beispielgebenden persönlichen Engagement der jetzigen Eigentümerin Katharina Ungerer-Heuck konnte der endgültige Verfall des Wundt-Hauses verhindert und die Voraussetzungen für das vorliegende Projekt geschaffen werden. Dieser außergewöhnliche Einsatz inspiriert auch mich persönlich zum aktiven Mitwirken bei der erfolgreichen Realisierung dieses Vorhabens.“

Das Projekt „Rettung und Wiederaufbau des Wilhelm-Wundt-Hauses in Großbothen“ sei durch ein beispielhaftes privates, wissenschaftspolitisches und zivilgesellschaftliches Engagement ins Leben gerufen worden. „Mein besonderer Dank gilt dabei dem Berliner Professor Gerd Jüttemann und seinem ebenfalls als Wissenschaftler tätigen Sohn Andreas.  Beide hatten unter Mitwirkung von Frau Ungerer-Heuck im Juni 2016 einen Förderverein für das Wundt-Haus initiiert. Mit im Boot sind Kommunalpolitiker des Landkreises und Bürger aus Großbothen.  Die Bundesförderung gibt einen wichtigen Impuls dafür, dass es nun mit der eigentlichen Arbeit richtig losgehen kann.“

Das Wundt-Haus war im Jahre 1904 im lombardisch-toskanischen Stil errichtet worden. Es soll im Blick auf den 100.Todestag des universellen Wissenschaftlers, Forschers und Hochschullehrers und dessen Würdigung wiederaufgebaut werden. Denkbar sei eine sowohl in der deutschen und internationalen Wissenschaftslandschaft als auch im kommunalen Leben dieses Ortes verwurzelte Nachnutzung.

„Dafür braucht es noch viele kreative Mitstreiter, die zum Gelingen dieses Gesamtprojektes beitragen“, resümiert Landgraf. „In der unmittelbaren Nachbarschaft zum Ostwald-Park der Tschira-Stiftung und in der historischen Verbindung zwischen den beiden bedeutenden Wissenschaftler-Persönlichkeiten sehe ich persönlich gute Ansätze für den gemeinsamen Erfolg.“  

 

[08.11.2018]