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27.09.2019, 11:19 Uhr
 
Klimaschutzprogramm 2030 aus landwirtschaftlicher Sicht


Der Kabinettausschuss Klimaschutz hat sich Ende letzter Woche auf Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030 verständigt. Die Klimaziele für die Landwirtschaft für 2030 bezogen auf 2014 sehen Einsparungen von CO₂-Äquivalenten in der Größenordnung von 11-14 Mio € vor.

Für die Sektoren Land- und Forstwirtschaft wurden insgesamt elf Maßnahmen beschlossen, welche neben dem primären Ziel der Minderung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen weitere Aspekte der Klimaanpasssung, des Gewässerschutzes sowie der Luftreinhaltung berücksichtigen. Bei der Festlegung der Maßnahmen wird an bereits bestehende bzw. sich im Aufbau befindliche Prozesse (z.B. Nationales Luftreinhaltungsprogramm, Charta für Holz 2.0, Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie) angeknüpft. Eine effiziente Ressourcennutzung und die Berücksichtigung kreislaufwirtschaftlicher Erkenntnisse tragen dazu bei, dass der Klimaschutz für Land- und Forstwirte wirtschaftlich tragbar gestaltet wird. Der Landnutzungs- und Forstsektor hat zur Reduzierung des CO₂-Ausstosses ein nicht zu unterschätzendes Klimaschutzpotential, sodass Land- und Forstwirte zu den wichtigsten Klimaschützern gehören.

Ich bin überzeugt, dass das beschlossene Maßnahmenpaket ohne Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Land- und Forstwirtschaft zügig umgesetzt werden kann. Effiziente und praktikable Lösungen sind in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg. Wenn wir Klimaschutz wirklich ernst nehmen und die Gesellschaft mitnehmen wollen, müssen wir stärker herausstellen, dass sich Anstrengungen zum Klimaschutz lohnen und das bereits jetzt und nicht erst für zukünftige Generationen. Gerade in Zeiten beginnender Konjunktureintrübungen können zukunftsweisende Innovationen im Bereich des Ressourcenschutzes neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen.