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20.12.2019, 09:27 Uhr
 
Neuregelungen zum Umgang mit dem Wolf
 

Der Bundestag ändert das Bundesnaturschutzgesetz, um wichtige Fortschritte beim drängenden Umgang mit dem Wolf einzuführen. Dazu wird mit §45a BNatSchG eine neue Vorschrift „Umgang mit dem Wolf“ aufgenommen. Zu den Einzelregelungen gehören:

-          ein Fütterungsverbot,

-         die Pflicht für die Behörden zur Entnahme von Wolfshybriden,

-          die Mitwirkung der Jagdberechtigten bei der Entnahme und

-          die Herabsetzung der Schadensschwelle, ab der Wölfe entnommen werden dürfen.

Zur Abwendung drohender „ernster landwirtschaftlicher Schäden“ durch Nutztierrisse sollen künftig „erforderlichenfalls auch mehrere Tiere eines Rudels oder auch ein ganzes Wolfsrudel entnommen werden können“, auch wenn nicht eindeutig klar ist, welcher Wolf des Rudels gerissen hat. Der Abschuss von einzelnen Mitgliedern eines Rudels darf dann „bis zum Ausbleiben von Schäden“ fortgesetzt werden. Diese Regelungen führen zu mehr Schutz der Bürger, verbessern die Situation der Nutztierhalter und helfen beim Schutz ihrer Tiere.

Zugleich fördern sie die Akzeptanz der Wiederansiedlung des Wolfes, einer streng geschützten Art. Der mit dem Koalitionspartner vereinbarte Änderungsantrag stärkt die Mitwirkung der Jäger bei der Jagd auf den Wolf, regelt Entschädigungszahlungen für Hobbytierhalter, die von Wolfsangriffen betroffen sind und stellt klar, dass die Regelungen der Novelle ausschließlich für den Wolf und nicht auch für weitere streng geschützte Arten gelten.

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[18.12.2019]