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07.05.2020, 10:52 Uhr
 
80.000 Euro für die Sanierung der Orgel in Pegau

Der Einsatz hat sich gelohnt: 80.000 Euro für die Sanierung der Orgel in Pegau. Die Pegauer Laurentiuskirche hat gestern, am 6. Mai 2020, eine Förderzusage in Höhe von 80.000 Euro zur Sanierung ihrer Orgel erhalten. Das Geld stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes zur Unterstützung der Länder beim Erhalt und der Bewahrung national wertvoller Kulturdenkmäler. „Ich habe den Antrag gern unterstützt und freue mich sehr, dass die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Pegau die dringend benötigten Fördermittel vom Bund nun sicher erhält.“, teilte Katharina Landgraf mit. Weitere 80.000 Euro werden als Anteil vom Freistaat Sachsen finanziert, fügte sie hinzu.

In Deutschland gibt es rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler, von denen ein Drittel als gefährdet oder dringend sanierungsbedürftig gilt. Der Bund hilft neben den Ländern und den Gemeinden mit seinem Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ beider   Erhaltung   von   Baudenkmälern   mit.   Von   1950   bis   2018   konnten   bereits   680 Kulturdenkmäler mit rund 375 Millionen Euro erhalten und restauriert werden.

Die Orgel in Pegau ist ein Werk des Bornaer Orgelbaumeisters Urban Kreutzbach um das Jahr 1854. Mit 35 Registern ist sie seine größte erhaltene Orgel. Nun soll unter anderem die ursprüngliche,   aufwändige   neogotische   Orgelfassade   (der   Prospekt)   wiederhergestellt werden, so Landgraf, die im Pegauer Ortsteil Großstorkwitz zu Hause ist. „Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes in unserer Region und in Zeiten der Corona-Krise zudem eine Förderung unseres Handwerks.“

Seit langer Zeit hofft die Kirchgemeinde auf die Restaurierung, sagt der Pegauer Pfarrer Torsten Reiprich. Schon nach kleineren Arbeiten im Jahr 2000 wurde offenbar, dass eine Großreparatur notwendig sein wird. Doch ohne starke finanzielle Hilfe war eine solche bisher nicht möglich. Zumal nun, so der Pfarrer, auf „den großen Wurf“ gesetzt wird. Mitte der 1930er-Jahre war bei Umbauarbeiten der relativ schlichte Freipfeifenprospekt geschaffen worden. „Wir wollen ihn in die ursprüngliche, historische Form zurückführen. Weil sonst fast alles, vor allem das Herz der Orgel, noch von Kreutzbach ist.“

[07.05.2020]