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09.10.2020, 14:41 Uhr
 
Ich möchte Frauen ermutigen, sich politisch zu engagieren

Nach der heutigen Debatte im Bundestag zu Thema „Mehr Frauen in den Bundestag“ möchte ich, auch wenn wir die Anträge der Opposition ablehnen, Frauen ermutigen, sich politisch zu engagieren und sich für ein politisches Mandat zu bewerben.

Trotz aller Fortschritte bei der Gleichberechtigung bleibt die Zahl weiblicher Abgeordneter deutlich hinter dem Anteil von Frauen an der Gesamtbevölkerung zurück. Hätten Frauen in der Politik den Platz, der ihrem Bevölkerungsanteil entspricht, wären mindestens 50% der Abgeordneten in Bundestag, Länderparlamenten und kommunalen Gremien weiblich.

Eine solche paritätische Sitzverteilung findet sich allerdings lediglich in einigen wenigen Gemeinderäten. In den Parlamenten auf Landes- oder Bundesebene wird nirgends eine geschlechtergerechte Verteilung der Mandate erreicht.

Aktuell wird nicht mal jedes dritte Bundestagsmandat von einer Frau ausgeübt.

Der Frauenanteil im deutschen Parlament ist nach der letzten Wahl 2017 erstmals seit seinem Bestehen zurückgegangen und liegt derzeit bei nur 30,7 Prozent!

Am 19. Januar 1919 durften Frauen erstmals in Deutschland an einer Wahl teilnehmen und auch gewählt werden. Der Weg dahin war schwer, aber auch über 100 Jahre später müssen wir uns immer noch für die Rechte der Frauen engagieren! Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist in unserem Grundgesetz verankert (Art. 3 Abs. 2)!

Annette Widmann-Mauz MdB, Bundesvorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, sagte zum Tag der Demokratie am 15.09.2020: "Demokratie kann nur gelingen, wenn Frauen und Männer gleichermaßen teilhaben. Frauen wollen nicht nur am Wahltag ihre Stimme abgeben, sondern in unseren Parteien, den Parlamenten und der Regierung angemessen vertreten sein."


Die noch für diese Wahlperiode geplante Reformkommission für das künftige Wahlrecht wird für den Bundestag auch für dieses Ziel arbeiten.

[09.10.2020]