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19.11.2020, 14:02 Uhr
 
Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Bis 2025 soll laut Koalitionsvertrag ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter eingeführt werden. Dazu stellt der Bund bis zu 3,5 Mrd. Euro bereit.

 

Die Bundesregierung hat letzte Woche eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen beschlossen. Das Gesetz zur Errichtung des Sondervermögens „Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter“ wird damit auf den Weg gebracht.

 

Für den Ausbau verlässlicher und bedarfsgerechter Bildungs- und Betreuungsangebote hatte der Bund vorgesehen, die Länder mit 2 Milliarden Euro zu fördern und hierfür ein Sondervermögen in entsprechender Höhe einzurichten. Im Zuge der Erarbeitung eines umfassenden Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets als Reaktion auf die Corona-Krise wurde entschieden, dass der Ausbau der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote mit weiteren Bundesmitteln in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Euro gefördert werden soll.

 

Ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder erhöhen die Teilhabechancen, insbesondere für Kinder aus finanz- und sozialschwachen Haushalten. Sie stärken die individuelle Förderung der Kinder und unterstützen die Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für Familien bedeutet das nicht nur eine gesicherte Betreuung der Kinder außerhalb des Elternhauses, sondern auch eine zum Teil bessere Koordination und Kommunikation zwischen Schule und dem außerschulischen Bereich (z.B. Hausaufgabenhilfe). Gesamtgesellschaftlich ist zu beachten, dass Angebote einer Ganztagsbetreuung von Kindern ihre Chancengleichheit unabhängig von der Finanzkraft des Elternhauses erhöht.

 

[05.11.2020]