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25.08.2021, 14:49 Uhr
 
Paneuropäisches Picknick 2021
Das Paneuropäische Picknick vom August 1989 ist ein bedeutendes Ereignis, das die jüngste gemeinsame deutsch-ungarische Geschichte in besonderer Weise prägt und bereichert. Das war in der ursächlichen Planung dieses einzigartigen Events eigentlich gar nicht so beabsichtigt. Erst durch die Spontanität handelnder Menschen aus der damaligen DDR erfuhr das Picknick am Eisernen Vorhang welthistorische Bedeutung. Diese hat sich bis heute in die Herzen unendlich vieler Menschen tief eingebrannt. Die Bilder von der ersten Massenflucht in den Westen bleiben unvergesslich. Es ist geradezu folgerichtig gewesen, dass bereits in den neunziger Jahren Politikerinnen und Politiker insbesondere der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Erinnerung und Würdigung des Europafestes vor den Toren von Sopron vorantrieben. Das geschah einerseits durch die Pflege der Kontakte mit den Aktivisten des Picknicks und andererseits durch die regelmäßige Präsenz bei den Gedenkfeierlichkeiten in Ungarn. Vor genau 15 Jahren reiste ich zum ersten Mal nach Sopron, um im Auftrag der Unionsfraktion vor dem traditionellen Europakonzert im beeindruckenden Felsentheater von Fertörakos zu sprechen. Das war der Auftakt für eine vielfältige und interessante, menschlich so wertvolle Partnerschaft mit den Aktivisten des Paneuropäischen Picknicks, mit Zeitzeugen des Sommers 1989 und jungen Deutschen und Ungarn, die den europäischen Geist von Sopron aufnehmen und in die Zukunft tragen. Seitdem ist viel passiert. Vor zehn Jahren regte ich in meinem Grußwort an, dass Schülerinnen aus meinem Wahlkreis das Paneuropäische Picknick hier vor Ort mit Zeitzeugeninterviews recherchieren und erforschen. Zwei Jahre später ist das dann geschehen. Und zum 25. Jahrestag konnten die jungen Leute aus Deutschland die Ergebnisse in einem beeindruckenden Buch präsentieren. In diesem Zusammenhang gilt mein Dank der Konrad-Adenauer Stiftung und in besonderem Maße Herrn Dr. Frank Spengler. Vor neun Jahren habe ich in Sopron über den vielfachen Wunsch in Deutschland berichtet, ein Deutsch-Ungarisches Jugendwerk zu gründen. Auch das ist mittlerweile Realität und das Jugendwerk seit einigen Jahren mit interessanten Aktivitäten – so auch mit dem traditionellen Sommercamp – ein wichtiger Teil der Partnerschaft zwischen unseren beiden Völkern. Das ist ein bedeutender Beitrag, um die Botschaft und den europäischen Geist von Sopron in die Herzen der jungen Generationen zu pflanzen, die dann dafür sorgen, dass er weitergetragen wird. So bleibt der gemeinsame Wille zu Freiheit und Selbstbestimmung lebendig. 25.08.20201