Kalenderblatt

19.06.2020, 11:34 Uhr
 
"Das besondere Kalenderblatt":

30 Jahre Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der DDR und der BRD

Vor dreißig Jahren - konkret am 21. Juni 1990 -  trat eines der wichtigsten Gesetze auf dem Weg zur deutschen Einheit in Kraft. Die erste freigewählte Volkskammer beschloss an diesem Tag das Verfassungsgesetz zum "Vertrag über die Schaffung einer Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland vom 18. Mai 1990". Im Gesetzblatt Nr. 331 vom 25. Juni, geziert noch mit dem altbekannten Wappen mit Ährenkranz, Hammer und Zirkel, wurde das Werk veröffentlicht.

Bereits am 20. Februar 1990 - also vier Wochen vor den ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR - hatte die Regierung der Bundesrepublik Deutschland das Thema "Währungsunion mit der DDR" auf die Agenda gehoben und mit der damaligen Regierung in Ostberlin ernsthafte Kontakte angestrebt. Nach dem historischen Wahlsieg der "Allianz für Deutschland" am 18.März 1990 stand dieses Projekt permanent auf der Tagesordnung der Politik in Ost wie West, auch im erstmals freigewählten Parlament.

Am 18. Mai 1990 wurde schließlich der Vertrag über die Schaffung einer Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der DDR und der BRD in Bonn unterzeichnet. Unsere Parlamente haben nach intensiver und kritischer  Diskussion das Vertragswerk bestätigt. Bereits am 1. Juli 1990 trat die Währungsunion in Kraft, die das gesamte Leben der Deutschen in der noch bestehenden DDR grundlegend veränderte.

Heute, 30 Jahre später kommentiert Katharina Landgraf die historischen Ereignisse von damals hier unter "AKTUELLES"