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Nachrichten aus Berlin und dem Wahlkreis

Sächsische Schüler erhalten ab dem kommenden Schuljahr eine Extraportion Gesundheit

Als Berichterstatterin für den Bereich gesunde Ernährung des Bundesausschusses für Ernährung und Landwirtschaft freue ich mich besonders über die Entscheidung des Sächsischen Kabinetts vom 27.09.2016, an dem neuen EU-Schulprogramm für gesunde Ernährung teilzunehmen. In Kooperation mit anderen Ressorts wird unter Federführung des Staatministeriums für Umwelt und Landwirtschaft an einem Umsetzungsplan gearbeitet. „Das Schulprogramm wird einerseits einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten, andererseits lernen die Kinder Erzeugnisse der regionalen Ernährungswirtschaft kennen und erfahren, wie sie schmecken“, erklärte Staatsminister Thomas Schmidt in Dresden.

Bei dem besagten EU-Programm handelt es sich um eine Bündelung aus dem bisherigen Schulmilch- und Schulobstprogramm. Durch die Zusammenlegung konnte eine Vereinfachung des zu durchlaufenden Verwaltungsverfahrens erreicht werden. Die Europäische Union unterstützt die Mitgliedstaaten in Zukunft mit 250 Mio. € im Bereich der Ernährungsbildung. Von den rund 29,1 Mio. €, welche auf die Bundesrepublik entfallen, wird sich Sachsen im kommenden Schuljahr über 1,3 Mio. € freuen können. 

Im Rahmen der Neuerungen des EU-Schulprogramms ist eine stärkere Fokussierung auf begleitende pädagogische Maßnahmen vorgesehen. Das Ablegen des AID-Ernährungsführerscheines oder Besuche lokaler landwirtschaftlicher Betriebe sind begrüßenswerte Maßnahmen zur Verbesserung der Kenntnisse über regionale, saisonale Lebensmittel und helfen den Blick auf die landwirtschaftliche Produktion zu weiten und die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln zu erhöhen.

Volkshochschule Leipziger Land gewinnt mit Projekt Mehrgenerationenhaus Markranstädt 1.Preis

Die Volkshochschule Leipziger Land hat für ihr langjähriges Projekt „Mehrgenerationenhaus Markranstädt“ den ersten Platz im Wettbewerb „Impulse für die politische Bildung“ der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung belegt. Die Ehrung mit dem 5000 Euro dotierten Preis erfolgte zur Festveranstaltung anlässlich des 25jährigen Bestehens der Landeszentrale am Montag (19.09.) in Chemnitz.

 

„Das ist eine großartige Nachricht aus meinem Wahlkreis und aus Sachsen!“ Mit diesem Satz kommentierte Katharina Landgraf, Mitinitiatorin und Patin des Mehrgenerationenhauses in Markranstädt, die Auszeichnung des außergewöhnlichen Projektes. Vor rund zehn Jahren hatte Landgraf, damals als Mitglied des Familienausschusses des Bundestages, die Idee für ein solches Projekt aus Berlin mitgebracht. Die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen hatte das neue Aktionsprogramm für Mehrgenerationenhäuser, mit denen das  Generationenübergreifende Leben und Lernen unterstützt werden soll, initiiert. Nach intensiven Vorbereitungen hatte im September 2008 Prof. Rita Süssmuth als Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes das Markranstädter Mehrgenerationenhaus offiziell eröffnet. Der Direktor der VHS Leipziger Land, Dr. Ralph Egler, hob hervor, dass „mit diesem Preis ein Format in der politischen Bildung in Sachsen gewürdigt wird, das in dieser Form bislang einmalig ist.“ Es gehe dabei um die Vernetzung der Bildungskultur einer Volkshochschule mit der Begegnungskultur eines Mehrgenerationenhauses.

 

Katharina Landgraf würdigt in Rede in Ungarn die welthistorische Bedeutung des legendären "Paneuropäischen Picknicks" vom August 1989 bei Sopron

Zur traditionellen Gedenkfeier für das legendäre Paneuropäische Picknick von Sopron würdigte am Freitagabend (19. August) die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf im Felsentheater von Fertörákos vor über 600 Festgästen - die stürmisch mit Bravo-Rufen applaudierten - das mutige Engagement ungarischer Bürgerrechtler bei der Überwindung der europäischen Teilung.

 

In ihrer Rede unterstrich sie: "Der Geist des Paneuropäischen Picknicks von Sopron im August 1989 hat dazu beigetragen, das geteilte Europa grundlegend zu verändern und in eine neue Dimension zu führen. Und weiter führte sie aus: "Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 begann hier knapp zwölf Wochen zuvor im wahrlich heißen Sommer von Sopron.  Sie haben hier für einen welthistorischen Impuls gesorgt, der unvergessen bleibt und für alle Zeiten im europäischen Gedächtnis fest verankert ist!"

 

Im  Anblick des desaströsen Eisernen Vorhanges hier vor Ort und der europäischen Teilung insgesamt  hätten die Aktivisten des Paneuropäischen Picknicks uns allen den Traum vom friedlichen Zusammenleben der europäischen Völker vermitteln wollen, unterstrich Landgraf.  "Das war vor 27 Jahren eine mutige und für die Akteure eine nicht ungefährliche Aktion. Sie stand aber unter dem guten, hellstrahlenden Stern der Zuversicht.

 

Dass die symbolische Öffnung des Grenzzaunes zum spontanen Grenzdurchbruch für hunderte Menschen aus der DDR führte, hatte uns alle damals total überrascht und verblüfft. Am Ende dürfen wir in Demut für diese gemeinsame Gnade dankbar sein. Und wir sollten diese Erfahrung unentwegt an die jüngeren Generationen weitergeben."

 

Ihr ganz persönliches Empfinden sei es, so Landgraf, "dass wir möglicherweise hier und jetzt an einem Punkt angelangt sind, an dem wir diesen Geist von Sopron wieder wirken lassen müssen." Und: "Lassen Sie uns hier im Herzen Europas gemeinsam darüber nachdenken und sprechen. Auch das ist eine Form für ein würdiges Gedenken an die friedvollen Ereignisse des Jahres 1989. Das wäre ein wichtiges Signal in unserer heutigen schwierigen Zeit für unser gemeinsames europäisches Haus." 

 

Seit den Gedenkfeierlichkeiten im August des vorigen Jahres habe sich das gemeinsame "Haus Europa extrem verändert." "Wir alle sind nunmehr von den anhaltenden Konflikten im arabischen und afrikanischen Raum sozusagen eingeholt worden." Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, "dass hilfesuchende Menschen an unsere Türen klopfen und Zuflucht suchen."

 

"Das, was jetzt geschehen ist, hat eine völlig neue Dimension, die uns Europäer vor eine harte Bewährungsprobe stellt. Wie noch nie in der jungen europäischen Geschichte geht es um die Bewahrung der Grundwerte des christlichen Abendlandes. Wie gehen wir mit Menschen um, die eigentlich nur vor Krieg und Terror ausreißen, die nur Ruhe und Frieden finden wollen, aber aus anderen Kulturkreisen mit für uns fremden, anderen religiösen und politischen Grundwerten, mit anderen Brauchtümern und Traditionen leben und dies auch künftig hier tun wollen? Können wir den inneren Frieden in den nationalen Gesellschaften bewahren?" Es gehe nun vor allem um den Frieden in Europa als dem wichtigstem Stabilisator der Union. mahnte Landgraf. "Ganz offensichtlich sind wir gehalten, Europa neu zu denken und im Sinne der Menschlichkeit umzugestalten. Wir brauchen vor allem einen geistigen Frieden, den wir ganz bestimmt nicht mit der Androhung von EU-Strafzahlungen schaffen! Wir schaffen das nur, indem wir partnerschaftlich und im freien Dialog miteinander verkehren. Wir schaffen das nur, wenn die Menschen aufeinander zugehen, sich begegnen und einander zuhören und akzeptieren. Das ist das ganze Gegenteil von Terror und Gewalt und Teilung."

Hinweis: Den Wortlaut der Rede von Katharina Landgraf können Sie hier auf der Homepage unter der Rubrik "Reden und Aufsätze" lesen.


 
 
© Katharina Landgraf, MdB 2016